Seehunde

Jeder kennt ihn – den Seehund

Grauer Seehund

Der graue Seehund (Halichoerus grypus) gehört zur Gruppe der Carnivora (Raubtiere). Im Dolfinarium leben neben dem gemeinen Seehund auch graue Seehunde (Phoca vitulina). Der Unterschied können Sie vor allem an der Körpergröße erkennen und der Form des Kopfes.

Ökologie

Der graue Seehund kommt rund um die nördliche Küste vom Atlantik, der Nordsee und im Wattenmeer vor. Hier lebt er auf Sandbänken, Stränden und felsigen Küstgebieten.
Seehunde sind echte Raubtiere. Sie fressen verschiedene Sorten Fisch, Tintenfisch und Schalentieren. Ihre natürlichen Feinde sind die Orkas und große Haiarten.

Zusammenleben

Seehunde sind Einzelgänger und kommen nur zur Paarung zusammen. Sie können extrem aggressiv gegenüber Artgenossen sein. Nach einer Schwangerschaft von 11 Monaten wird eine Robbe von ca. 18kg geboren. Sie hat bei der Geburt einen weißen, flauschigen Pelz, den sie nach 2-4 Wochen verliert. Da sie an einem Ort mit Gezeiten geboren wird, muss eine kleine Robbe sehr schnell schwimmen können. Sie bleiben nur kurz bei der Mutter. Nach ca. 18 Tagen ist das Junge auf sich selbst angewiesen.

Anatomie

Die Kegelrobbe ist ein Stück größer als der gewöhnliche Seehund. Im Gegensatz zum Seelöwen haben Seehunde keine großen Forderflossen mit denen sie auf dem Land laufen, klettern oder Treppen laufen können. Auf dem Land bewegen sie sich auf dem Bauch fort. An ihren kleinen Forderflossen haben sie jedoch scharfe Nägel, die sie nutzen, um sich selbst zu kratzen, Beute zu zerkleinern oder für extra Halt auf Eisschollen und glatten Steinen.
An der Fellfarbe kann man das Männchen oder Weibchen erkennen. Männchen sind dunkler mit hellen Flecken. Bei Weibchen ist es genau anders rum.
Seehunde haben bei ihren Ohren keine äußeren Ohrmuscheln. Anstelle dessen haben sie nur ein kleines Loch an beiden Seiten vom Kopf. Sie haben 34 scharfe Zähne, die nur zum Fangen der Beute genutzt werden.
Seehunde haben extrem sensible Schnurrhaare mit denen sie Bewegungen im Wasser wahrnehmen können, die ihre Beute hinterlässt. So können sie selbst in trüben Wasser jagen.

Bedrohungen

Zum Glück ist die Kegelrobbe nicht natürlich bedroht. Allerdings ist Plastikmüll, Klimawandel und die kommerzielle Fischerei sehr wohl eine Bedrohung, die auch andere Meerestiere in Gefahr bringen.